WAS IST DAS ANTIPHOSPHOLIPID-SYNDROM?

APS ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Antikörper gegen bestimmte Zellmembranbestandteile (Phospholipide) gebildet werden. Die Folge sind verschiedene klinische Symptome wie erhöhtes Risiko für arterielle und venöse Thromboembolien sowie Schwangerschaftskomplikationen (habituelle Aborte, Eklampsie).

WIE DIAGNOSTIZIERT MAN APS?

Im Labor erfolgt der serologische Nachweis von Antikörpern gegen Cardiolipin und beta-2-Glycoprotein sowie die Bestimmung des Lupus-Antikoagulans (LAK). Laut Sapporo-Kriterien ist die Diagnose APS gesichert wenn 1 klinisches und 1 serologisches Kriterium positiv sind.

KLINISCHE KRITERIEN

  • vaskuläre Thrombose (arteriell, venös, kleine Gefäße)
  • Schwangerschaftskomplikationen (Abort, Eklampsie,
    Frühgeburt)

SEROLOGISCHE KRITERIEN

  • Antikörper gegen Cardiolipin (IgG/IgM)
  • Antikörper gegen beta-2-Glycoprotein (IgG/IgM)
  • positiver Lupus-Antikoagulans-Test

 

KLINISCHE KRITERIEN                                          SEROLOGISCHE KRITERIEN
Mindestens                                                                            Mindestens
1 Kriterium erfüllt                                                       1 Kriterium erfüllt
                                              => Diagnose APS <=

 

Die Anwednung von DOAKs bei PatientInnen mit APS-Syndrom wird nicht empfohlen, da bei diesen Patienten vermehrt thromboembolische Ereignisse beobachtet wurden.

 

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